Laufen ohne Ende… oder doch nicht?

Sport war in meinem Leben immer ein großes Thema. Seit meinem dritten Lebensjahr bin ich Mitglied der DLRG OG Herzberg am Harz und war bis zum Abi 2007 auch aktiv. Wettkämpfe bis auf Landesebene und Rettungswachdienst auf den Nordseeinseln gehörten da dazu. Weniger erfolgreich waren meine Basketball- und Tenniskarriere. Ballsportarten sind wohl nicht meine Stärke. Relativ gut war ich allerdings beim Judo. Da reichte es zum Braungurt und Norddeutschen Wettkämpfen. Ein toller Sport. Zu Beginn des Biologie-Studiums in Osnabrück fand ich auch eine kleine Uni-Judo-Gruppe, die jedoch ein paar Monate später geschlossen wurde. Dann stand ich dumm da. Schwimmen ging natürlich immer noch, alles andere schlief im Studium allerdings ein.

Nach dem Studium verschlug es mich 2013 zurück an den Harzrand. Ich schloss mich aus lauter Verzweiflung einer Laufgruppe an, da ich keine ernsthafte Alternative fand und mich nach der langen Pause an Judo nicht mehr heranwagte. Ich begann in Hattorf mit dem Laufkurs „Lächeln statt hecheln“ und lernte da tolle Leute kennen, die dafür sorgten, dass ich gerne zum Training ging und stetig besser wurde. Meine ersten 5 km lief ich im Wettkampf in 30 min. fünf Monate später den ersten Zehner in 38 min. Ich lief schneller und wurde besser und steigere mich immerhin bis zur Halbmarathondistanz. Zuletzt lief ich den HM in Bremen in 1:48:54.

Leider gingen nebenbei die Probleme schon los. Trotz zusätzlichem Training im Fitnessstudio zwackte der Rücken und die Hüften sowie Großzehengelenke machten mir immer mehr Ärger. Seit einem Marsch über den Harz an einem Tag (105 km) machten auch noch die Knie Geräusche, aber zumindest keine Schmerzen. Ich lief noch einige Monate weiter, bis ich eines Tages einen Lauf abrupt abbrechen musste, da mir der Schmerz in den Zehengelenken die Tränen in die Augen trieben und das Stechen nicht mehr auszuhalten war. Daraufhin ging es zum Arzt und dann im Januar zu Orthopäden. Das Ergebnis: Arthrose in den Großzehengelenken und eine beidseitige Hüftdysplasie (die Gelenkpfannen sind also zu klein/zu kurz für den Hüftkopf und der Druck beim Laufen konzentriert sich auf eine kleinere Fläche. Sein Rat: ich solle nicht mehr als 30 km in der Woche laufen. An Laufen ist bis heute nicht wirklich zu denken. Zwar habe ich Einlagen, mit denen ich zumindest bei Spaziergängen schmerzfrei bin, aber bei längeren Touren kneift es immer wieder in den Zehen.

Einige Wochen ging es mir hundeelend, was mein Partner zu spüren bekam. Schließlich war ich so verzweifelt, dass ich auf die Idee kam mit dem Radfahren anzufangen. Radfahren habe ich seit jeher gehasst. Früher zur Schule ging es mit dem Rad oder andere kurze Wege. Als Sportgerät war es mir aber immer ein Graus. Eine wahre Verzweiflungstat also… Seit ich Radfahren kann hatte ich immer nur alle Klappergestelle. Derzeit habe ich noch das 30 Jahre alte Herkules Tourenrad meines Vaters – das beste Rad, was ich je hatte….

Mein neues Sportgerät ist bestellt. Schließlich soll das Ganze ja Spaß machen. Was es wird, verrate ich aber erste nächste Woche.

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